Stromspeicher-Rechner
Trage deine Solaranlage, deinen Verbrauch und die Größe des Speichers ein. Du siehst, wie viel mehr Solarstrom du selbst nutzt, wie viel deines Stroms vom Dach kommt und was der Speicher im Jahr zusätzlich spart.
Im Speicher gehen etwa 324 kWh im Jahr verloren (Laden, Entladen, Stand-by) – das ist in der Ersparnis schon abgezogen.
Bei der Hälfte der gemessenen Häuser lag der Anteil vom Dach zwischen 84 % und 87 %.
Gerechnet aus gemessenem Haushaltsstrom von 27 Einfamilienhäusern. In Wohnungen oder Haushalten, die tagsüber wenig Strom brauchen, kommt weniger vom Dach. Alle Berechnungen laufen in deinem Browser; Eingaben werden nicht übertragen.
So wird gerechnet
Die Formel
Zwei Zahlen zeigen, was der Speicher bringt: wie viel deines Solarstroms du selbst nutzt (der Rest geht ins Netz) und wie viel deines Stroms vom Dach kommt (den Rest kaufst du). Ein Speicher hebt beide an, weil er Strom vom Mittag in den Abend schiebt. Beim Laden und Entladen gehen rund 17 % verloren, dazu kommt der Stand-by-Verbrauch des Geräts. Zusätzliche Ersparnis = zusätzlich selbst genutzte Kilowattstunden × (Strompreis − Einspeisevergütung): Jede Kilowattstunde aus dem Speicher ersetzt eine gekaufte und kostet dich die Vergütung, die du sonst bekommen hättest. Auch die Vergütung für den Strom, der in den Speicherverlusten steckt, fehlt dir und wird abgezogen. Nach so vielen Jahren hat sich der Speicher bezahlt: Speicherpreis geteilt durch die zusätzliche Ersparnis pro Jahr.
Die Zahlen oben sind das Beispiel mit den Vorgaben: Nürnberg, 10 kWp, 30° Neigung, Süd, 8 kWh Speicher, 3.470 kWh Jahresverbrauch.
- Ohne Speicher: 15 % deines Solarstroms nutzt du selbst, 44 % deines Stroms kommen vom Dach.
- Mit 8 kWh Speicher: 28 % und 86 %.
- Zusätzlich vom Dach: (86 % − 44 %) × 3.470 kWh = 1.440 kWh
- Zusätzliche Ersparnis: 1.440 kWh × 36,18 ct − 1.764 kWh vom Dach in den Speicher × 7,70 ct Vergütung = 385 € im Jahr
- Speicher hat sich bezahlt nach: 6.000 € (nur ein Rechenbeispiel, kein Marktpreis) ÷ 385 € = 15,6 Jahre
Rechenbeispiele
| Speicher | Solarstrom selbst genutzt, % | Strom vom Dach, % | Zusätzliche Ersparnis, € im Jahr |
|---|---|---|---|
| Ohne Speicher | 15 | 44 | 0 |
| 5 kWh | 26 | 80 | 327 |
| 10 kWh | 29 | 88 | 406 |
| 15 kWh | 30 | 91 | 430 |
| Dach | Vom Dach ohne Speicher, % | Vom Dach mit Speicher, % | Solarstrom selbst genutzt, % |
|---|---|---|---|
| Süd | 44 | 86 | 28 |
| Südost | 43 | 85 | 29 |
| Südwest | 45 | 85 | 30 |
| Ost | 42 | 81 | 32 |
| West | 44 | 81 | 34 |
| Ost-West | 45 | 82 | 33 |
Mit eingetragenem Speicherpreis kommt dazu, nach wie vielen Jahren sich der Speicher bezahlt hat. Beispiel: 6.000 € (nur ein Rechenbeispiel, kein Marktpreis) ergeben mit den Vorgaben 15,6 Jahre.
Woher die Vorgaben kommen
| Größe | Vorgabe | Herkunft |
|---|---|---|
| Sonnenertrag am Ort | je Gemeinde | PVGIS 5.3 (EU-Kommission), 35° Neigung, Süd, 14 % Systemverluste, Mittel mehrerer Jahre |
| Selbst genutzter Solarstrom und Strom vom Dach | aus Messdaten | Viertelstunde für Viertelstunde gerechnet mit gemessenem Haushaltsstrom von 27 Einfamilienhäusern (WPuQ, Hameln, 2019) und PVGIS-Zeitreihen, mittlerer Wert der Häuser |
| Wirkungsgrad des Speichers | 82,5 % (Laden und Entladen zusammen), Stand-by 13 W | HTW Berlin, Dokumentation des Stecker-Solar-Simulators (Orth 2024) zur Stromspeicher-Inspektion 2018, Stand-by laut Inspektion 2024; Dachsysteme sind oft besser |
| Strompreis | 36,18 ct/kWh | Eurostat, Haushaltsdurchschnitt 1. Halbjahr 2026, kein Tarif |
| Jahresverbrauch | 3.470 kWh | Destatis, Durchschnitt 2 Personen 2021 |
| Einspeisevergütung | 7,70 ct/kWh | Bundesnetzagentur, EEG-Förderung und -Fördersätze (Inbetriebnahme 1.8.–31.12.2026); geprüft am 31. Oktober 2026 |
| Speicherpreis | eigene Eingabe | keine offene Preisquelle |
Wie genau sind die Zahlen?
Die Zahlen sind nicht an deinem Haushalt gemessen, sondern gerechnet: aus dem Stromverbrauch von 27 Einfamilienhäusern, Viertelstunde für Viertelstunde. Sie sind eher eine Obergrenze: Der Speicher im Modell hat keine Grenze für die Lade- und Entladeleistung; den Stand-by-Verbrauch von 13 W rechnet es ein (Stromspeicher-Inspektion 2024 der HTW Berlin). Außerdem haben wir für Speicher keinen Vergleich mit einem zweiten Werkzeug. In Wohnungen oder in Haushalten, die tagsüber leer stehen, kommt weniger vom Dach.
Daten und Rechenweg stehen auf der Seite Methodik.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Stromspeicher?
Das hängt vor allem von deinem Speicherpreis ab und vom Abstand zwischen Strompreis und Einspeisevergütung. Der Rechner zeigt, wie viele Kilowattstunden der Speicher zusätzlich ins Haus bringt und was das im Jahr spart. Trage deinen Speicherpreis ein, dann siehst du, nach wie vielen Jahren er sich bezahlt hat. Vergleiche das mit der Lebensdauer, die der Hersteller nennt.
Was heißt „Strom vom Dach“?
Das ist der Anteil deines Stromverbrauchs, den du über das Jahr nicht aus dem Netz kaufen musst. Mit 8 kWh Speicher sind es in Nürnberg bei den Vorgaben 86 %. Völlig unabhängig vom Netz bist du damit nicht: Im Winter reicht das Dach nicht, das Netz bleibt nötig.
Was ist der Unterschied zwischen „selbst genutzt“ und „vom Dach“?
„Selbst genutzt“ bezieht sich auf deinen Solarstrom: Wie viel davon bleibt im Haus? „Vom Dach“ bezieht sich auf deinen Verbrauch: Wie viel davon kommt vom eigenen Dach? Ein kleines Dach mit großem Speicher kann einen hohen selbst genutzten Anteil haben und trotzdem wenig Strom vom Dach liefern.
Warum bringen die ersten Kilowattstunden Speicher am meisten?
Der erste Teil des Speichers wird fast jeden Tag voll und wieder leer. Je größer er wird, desto öfter bleibt er teilweise ungenutzt, besonders im Winter. Die Balken im Rechner zeigen das: Von 5 auf 10 kWh steigt die Autarkie weniger als von 0 auf 5 kWh.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Das hängt davon ab, wie viel Strom du abends und nachts brauchst und wie groß deine Anlage ist. Probiere im Rechner mehrere Größen aus: Die Balken zeigen, ab wo die Autarkie kaum noch steigt. Rechne diesen Gewinn dann gegen den Mehrpreis des größeren Speichers.
Welche Rolle spielt die Einspeisevergütung?
Je höher die Vergütung, desto weniger lohnt es sich, Strom selbst zu speichern, denn du verzichtest auf sie. Im Rechner ist ein Satz von 7,70 ct/kWh hinterlegt (Bundesnetzagentur, EEG-Förderung und -Fördersätze (Inbetriebnahme 1.8.–31.12.2026)). Du kannst ihn im Feld ändern.
Gilt das auch für ein Balkonkraftwerk?
Nein. Für Steckersolargeräte gibt es den Balkonkraftwerk-Rechner; Dieser Rechner ist für Dachanlagen gedacht.
Quellen
Quellen: WPuQ: Haushalts- und Wärmepumpen-Lastprofile (Schlemminger et al. 2022, Sci Data 9:56), Datei 2019_data_15min, Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0), Stand 2019, eigene Berechnung; PVGIS (Europäische Kommission, JRC), Version 5.3: stündliche Zeitreihe (seriescalc), Strahlungsdaten PVGIS-SARAH3, Jahr 2019, Freie Nutzung mit Quellenangabe, Stand 1. Januar 2019, eigene Berechnung; PVGIS (Europäische Kommission, Joint Research Centre), Version 5.3, Freie Nutzung mit Quellenangabe, Stand 31. Oktober 2026, eigene Berechnung; Eurostat, Erdgas- und Strompreise (nrg_pc_204, nrg_pc_204_c, nrg_pc_202), Weiterverwendung mit Quellenangabe (Eurostat Copyright Notice), Stand 19. Oktober 2026, eigene Berechnung; Statistisches Bundesamt (Destatis), Umweltökonomische Gesamtrechnungen: Stromverbrauch der privaten Haushalte, Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellennachweis gestattet, Stand 1. September 2023, eigene Berechnung; Gesetze im Internet / Bundesnetzagentur (amtliche Werke), Amtliche Werke (§ 5 UrhG), Quelle je Wert angegeben, Stand 2. November 2026